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DJBK-Beschendorf
Yes, we can!!
Jubiläums-Reise der Kyffhäuser-Jugend Beschendorf nach Florida/USA vom 12.10.2010 - 25.10.2010
In der heutigen Zeit ist es nicht mehr so selbstverständlich, daß eine Jugendgruppe 25 Jahre besteht und sich auch immer aktiv und mit großem Erfolg an den Veranstaltungen des Kyffhäuserbundes beteiligt. Deshalb sollte es diesmal etwas ganz Tolles sein.

Nach monatelanger Vorbereitung und Dank vieler Sponsoren, der Unterstützung des Landesverbandes des DJBK Schleswig-Holstein, des Sozial- und Förderungswerkes, der Gemeinde Beschendorf, der Mitarbeit unserer Jugendlichen, deren Eltern, Freunden und vielen anderen Helfern wurde es unserer Jugendgruppe ermöglicht, dieses Jahr anläßlich des 25-jährigen Bestehens eine ganz besondere Reise anzutreten.
Aufregung, Sicherheitskontrollen und dann über den Wolken
Viele konnten es kaum noch erwarten und alle Reiseteilnehmer, besonders diejenigen, die noch nie in einem Flugzeug gesessen hatten, standen mit klopfendem Herzen am Hamburger Flughafen vor dem Check-In-Schalter als die Reise "über den großen Teich" begann.
Aufgrund der derzeit sehr hohen Sicherheitskontrollen auf den Flughäfen war es bereits ein Erlebnis, den langen Weg der Koffer- und Personenkontrollen, vor denen lange Warteschlangen waren, bis zum Abflug-Gate zu überwinden. Viele fanden es ganz interessant, daß man auch Schuhe und Gürtel ablegen mußte, bevor man durch die Sicherheitsschleuse trat. Auf Socken (meistens ohne Löcher) und die Jeans am Hosenbund festhaltend konnte man nach erfolgter Kontrolle seine Habseligkeiten wieder in Empfang nehmen.
Mit einer kleinen Maschine von KLM, einem sogenannten Cityhopper, ging die erste Etappe der Reise nach Amsterdam. Es war ein Erlebnis, als das Flugzeug durch die Wolkendecke stieß und über den Wolken der herrlichste Sonnenschein war. Man hatte das Gefühl, auf einer weißen Watteschicht dahinzugleiten.
Von Amsterdam sollte es mit einem großen Airbus von Delta-Airlines weitergehen nach Detroit. Da wir jetzt den europäischen Boden verließen, um in die USA einzureisen, wurden auch hier Sicherheitskontrollen durchgeführt, die ein Vielfaches schärfer waren als in Hamburg. So wurde zusätzlich von Jedem ein Fingerabdruck genommen und jeweils eine Vierergruppe wurde von einem Delta-Mitarbeiter einer Befragung unterzogen, die in einem schnellen Englisch erfolgte und auch in englischer Sprache beantwortet werden mußte. Hier trat bereits die erste Schwierigkeit auf, denn viele haben die Fragen nicht verstanden und konnten dementsprechend auch nicht antworten.
Aber irgendwie wurde auch diese Hürde geschafft.
Dann hoben wir endlich ab ins "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" und landeten sicher auf amerikanischem Boden in Detroit. Auch hier gab es eine kleine Aufregung, als ein Teil unserer Gruppe plötzlich verschwunden war. Einige Jugendliche hatten einen anderen Flughafenbus bestiegen und wurden in einen anderen Teil des Flughafengebäudes transportiert als der Rest der Gruppe. Aber alle haben sich schließlich wieder gefunden. Nach Durchlaufen der üblichen Sicherheitskontrollen wurde ein Teil der Gruppe in ein Büro gebracht und wieder mußten viele Fragen in englischer Sprache beantwortet werden.
Nachdem auch dieses Interview bewältigt war, stellten wir fest, daß zwei Koffer fehlten. Also langweilig war die Reise bis zu diesem Zeitpunkt nicht!!
Superwetter in Florida, eine Villa und ein Pool für uns alleine
Mit zweistündiger Verspätung und in der Zwischenzeit ziemlich müden Jugendlichen ging es weiter zu unserem endgültigen Ziel Orlando/Florida. Wir landeten um ca. 02.00 Uhr nachts und das Thermometer zeigte 19 Grad.
Wir holten unseren 15-Personen-Bus ab und fuhren durch palmengesäumte, hell erleuchtete Straßen zu unserer Ferienadresse. Alle waren plötzlich wieder hellwach, trotzdem die Uhr zwischenzeitlich 03.30 Uhr anzeigte.
Wir standen vor einer herrschaftlichen wunderschönen Villa und konnten es gar nicht glauben, daß dieses schöne große Haus nur für uns sein sollte. Sechs Schlafzimmer, drei Bäder, begehbare Kleiderschränke und das beste: ein Swimmingpool mit großer Terrasse!
Man sollte meinen, die Jugendlichen wären jetzt müde von der langen Anreise. Aber weit gefehlt! Nachdem wir mitten in der Nacht noch Lebensmittel und Getränke eingekauft hatten flogen die Kleidungstücke in die Ecke und es wurde ausgiebig im Pool getobt.
Auf Entdeckungsreise in Florida
Nach einem Ruhetag, der die meiste Zeit wieder im Swimmingpool verbracht wurde, und Tagestemperaturen von 30 Grad entwickelten wir uns zu "Entdeckern eines kleinen Teils von Amerika".
Wir besuchten Seaworld und bestaunten Wale, Delphine, Haie, Flamingos, Seelöwen, Schildkröten, Manatees, Mantelrochen und viele andere Tiere. Dort gab es auch atemberaubende Achterbahnen, die sich vollkommen von denen in Deutschland unterschieden und von jedem Fahrer ein großes Maß an Mut erforderten.
Am nächsten Tag fuhren wir nach Daytona Beach, wo wir mit dem Auto direkt auf dem Sandstrand fahren konnten. Es wurde in den Wellen getobt, gespielt und in der Sonne gefaulenzt. In Daytona fand zu diesem Zeitpunkt auch ein "Biketoberfest" mit Hunderten von Motorradfahrern statt. Es ist ziemlich beeindruckend, wenn diese Maschinen (hauptsächlich Harleys) über Daytonas Straßen donnern.
Den größten Flohmarkt Floridas in Daytona durften wir natürlich auch nicht verpassen.
Weitere Aufflugsziele waren Wet`n Wild und Aquatica mit seinen unzähligen, abenteuerlichen Wasserrutschen, Wildwasserkanälen und Schwimmbecken. Man muß es einfach erlebt haben!
In Bush Gardens in der Nähe von Tampa konnten wir die Tiere Afrikas beobachten, mit einem Zug durch das Gelände fahren und natürlich wieder in riesigen Achterbahnen den ultimativen Kick erleben.
Eines der Highlights war sicherlich der Besuch der Universal-Studios. Dieses Gelände ist aufgeteilt in 3 Bereiche: City-Walk mit unzähligen Einkaufmöglichkeiten und Restaurants, Island of Adventure mit (wie kann es anders sein!) vielen Fahrattraktionen und die eigentlichen Studios, in denen auch Filme produziert werden. Neben 3- und 4D-Fahrgeschäften (die man nicht mit vollem Magen benutzen sollte), dem berühmten Hard-Rock-Cafe, Shows und unzähligen anderen Attraktionen konnte man sich auch einen Einblick in die Welt der Filmherstellung verschaffen. Das Produktionsgelände war aber weitgehend von Touristen abgeschirmt und leider liefen uns auch keine Julia Roberts oder andere Promis über den Weg.
Natürlich durfte auch ein Besuch der riesigen Everglades nicht fehlen. Dies ist ein vollkommen anderes, ursprüngliches Florida. Bei einer Fahrradtour und einer Fahrt mit dem Airboot konnten wir aus nächster Nähe (ohne Abzäunung !!) in den Sümpfen unzählige Alligatoren, Schildkröten, seltene Vögel und eine unberührte Natur bewundern. Manche Jugendliche hatten sogar den Mut ein kleines Krokodil namens "Schnappi" in die Hand zu nehmen. Danach wurden jedoch alle Finger gezählt!
Beeindruckend war auch der Ausflug nach Miami Beach mit dem bekannten Ocean Drive, seinen vielen Superyachten und luxuriösen Villen der Reichen.
Es wurde auch ein netter Kontakt hergestellt zur amerikanischen Jugendgruppe des Central Florida Rifle & Pistol Clubs. Wir hatten gehofft, mit den amerikanischen Jugendlichen ein kleines Turnier auszutragen. Die amerikanischen Jugendlichen schießen hauptsächlich mit klein- und großkalibrigen Gewehren bzw. Pistolen. Deshalb wäre hierzu für jeden Einzelnen eine Einwilligung der Eltern erforderlich gewesen, die wir natürlich nicht dabei hatten. Wir haben aber vor, diesen Kontakt weiter zu pflegen.
Wieder in Deutschland
Viel zu schnell verging die Zeit und am 25.10.2010 landeten wir wieder in unserem kalten Deutschland.
Diese Reise war ein einmaliges Erlebnis, das auch unsere Jugendgruppe noch stärker zusammengeschweißt hat. Auf diesem Wege nochmals den allergrößten Dank an alle Helfer und Sponsoren, die dieses Abenteuer ermöglicht haben.
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